Es ist gut möglich, dass der Name Disterheft bzw.
Diesterheft aus dem Namen Düsterhöft entstand. Denn in Polen gibt es die
Umlaute nicht, und so kann aus ü und ö einfach i (ie) und e geworden sein.
In den Kirchenbüchern von Bialobloty gibt es keine
einheitliche Schreibweise. Meist ist die Schreibung "Disterheft", es
taucht aber auch vereinzelt "Dysterheft", "Disterhoeft",
"Düsterhoeft", "Dusterhoeft", "Düsterheft" und
"Diesterheft" auf.
Erst ab ca. 1860 kommt praktisch nur noch die Schreibweise
"Disterheft" vor.
Auch bei der Flucht aus Polen änderten sich die
Schreibweisen des Namens wieder, es wurde z.B. aus "Disterheft" plötzlich
"Diesterheft" oder auch wieder "Duesterhoeft"
Man sieht
also, dass die Schreibung des Namens doch sehr willkürlich vorgenommen wurde.
Da jedoch der Name Düsterhöft der einzige ist, der eine direkte Bedeutung hat
(düsteres Gehöft) und dieser Name auch heute in Deutschland am häufigsten
vorkommt, ist es am wahrscheinlichsten, dass ursprünglich einmal ein Düsterhöft
nach Polen ausgewandert ist und der Name sich dann zu Disterheft veränderte.
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